Gesamt­wirtschaftliches Umfeld

Das Wachstum der Weltwirtschaft blieb auch im Berichtsjahr 2025 moderat. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seiner Prognose vom Januar 2026 von einem Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung von 3,3 Prozent aus, was damit dem Niveau des Vorjahres entspricht. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren im Berichtsjahr von gegenläufigen Einflüssen geprägt: Handelskonflikte sowie strukturelle Herausforderungen, darunter die hohe Staatsverschuldung einzelner Volkswirtschaften, belasteten die globale Konjunktur. Gleichzeitig wirkten die dynamische Investitionstätigkeit in technologie- und KI-orientierten Branchen sowie weiterhin günstige Finanzierungsbedingungen unterstützend auf die wirtschaftliche Entwicklung.

Die fortgeschrittenen Volkswirtschaften erzielten 2025 ein Wachstum von 1,7 Prozent (Vorjahr: 1,8 Prozent). In der Eurozone zog das Wachstum leicht auf 1,4 Prozent an (Vorjahr: 0,9 Prozent), blieb jedoch insgesamt verhalten. In den USA verlangsamte sich das Wachstum nach einem starken Vorjahr deutlich auf 2,1 Prozent (Vorjahr: 2,8 Prozent).

Die Schwellen- und Entwicklungsländer wuchsen um 4,4 Prozent (Vorjahr: 4,3 Prozent). In China setzte sich das Wirtschaftswachstum fort und blieb mit 5,0 Prozent (Vorjahr: 5,0 Prozent) auf dem Vorjahresniveau.

Die globale Gesamtinflation ging laut IWF von 5,8 Prozent im Jahr 2024 auf 4,1 Prozent im Berichtsjahr 2025 zurück. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften näherte sich die Inflationsrate mit 2,5 Prozent weiter dem jeweiligen Zielkorridor an, während die Schwellen- und Entwicklungsländer eine Inflationsrate von 5,2 Prozent verzeichneten und damit deutlich unter dem Vorjahresniveau von 7,9 Prozent lagen. Insgesamt entwickelte sich der Inflationsrückgang langsamer als ursprünglich erwartet, sodass die Geldpolitik in den meisten großen Volkswirtschaften weiterhin vorsichtig und überwiegend restriktiv ausgerichtet blieb.

Das Welthandelsvolumen, das im Vorjahr moderat um 3,6 Prozent gewachsen war, entwickelte sich mit 4,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Dieses Wachstum wurde insbesondere durch vorgezogene Handelsaktivitäten im Zuge erhöhter Zollunsicherheiten begünstigt.

Bruttoinlandsprodukt 2025 – reale Veränderung gegenüber Vorjahr

Bruttoinlandsprodukt 2025 – reale Veränderung gegenüber Vorjahr (Balkendiagramm)
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Stand: 19.01.2026)

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