ESRS G1 – Unternehmensführung

Die vier Werte der KION Group – Integrität, Zusammenarbeit, Mut und Exzellenz – sind ein integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Sie sollen das tägliche Handeln prägen und fördern eine Kultur des Respekts, der sozialen Verantwortung sowie einer lösungsorientierten, partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit allen relevanten Stakeholdergruppen. Technologische Exzellenz und Innovationskraft bilden dabei die Grundlage für nachhaltiges Wachstum, eine hohe Kundenzufriedenheit und eine starke Gemeinschaft. Dieses Fundament schließt nicht nur gelebte Integrität ein, sondern auch ethisches Verhalten und die konsequente Einhaltung gesetzlicher und unternehmensinterner Vorschriften.

Für die KION Group bildet eine nachhaltige Unternehmensführung die Grundlage für die Entscheidungsfindung und -umsetzung im Allgemeinen und für ihre Beziehungen zu Geschäftspartnern im Besonderen (siehe „Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane“).

Das „Konzept zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung“ wird in diesem Kapitel zur Unternehmensführung zusätzlich behandelt.

Wesentliche Auswirkungen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell in Zusammenhang mit Unternehmensführung (G1 SBM-3)

Im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse wurde das Unterthema „Management der Beziehungen zu Lieferanten“ mit Ausnahme der Zahlungspraktiken als eine potenziell wesentliche positive Auswirkung bewertet. Die Steuerung erfolgt über das strategische Handlungsfeld „Supply Chain“ (siehe hierzu „Strategieziele und Zielerreichung im Geschäftsjahr 2025“).

Liste aller Auswirkungen, Risiken und Chancen – Unternehmensführung

 

 

Wertschöpfungskette

Zeitraum

Unterthema

IRO

Vor­gelagert

Eigene Geschäfts­tätigkeit

Nach­gelagert

< 1 Jahr

1–5 Jahre

> 5 Jahre

Management der Beziehungen zu Lieferanten, ausgenommen Zahlungspraktiken

 

 

 

 

 

 

 

Verantwortungsvolle Auswahl und Bewertung von Lieferanten

Auswirkung (+)
[Potenziell]

 

 

 

 

Verantwortungsvolle Auswahl und Bewertung von Lieferanten (positive Auswirkung)

Als global agierendes Unternehmen hängt die Nachhaltigkeitsleistung der Produkte und Dienstleistungen der KION Group neben den Eigenschaften der direkt beschafften Rohstoffe, Waren und Dienstleistungen auch von den Geschäftsbeziehungen der KION Group ab. Somit ist der strategische Ansatz in der vorgelagerten Lieferkette und die daraus entstehende positive Auswirkung eng mit dem Geschäftsmodell und der Geschäftsstrategie der KION Group verbunden.

Die sorgfältige und verantwortungsvolle Auswahl sowie Bewertung von Lieferanten unter Einbeziehung von Nachhaltigkeitskriterien leistet darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Stärkung einer resilienten und zukunftsfähigen Lieferkette. Sie schafft Anreize für Lieferanten, Nachhaltigkeitsstandards in ihren Prozessen zu verankern und ihre ESG‑Risikobewertung kontinuierlich zu verbessern oder zumindest zu halten. Durch die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten im Auswahl- und Vergabeprozess der KION Group entsteht ein Anreiz für Lieferanten, Waren mit relativ geringen negativen bis zu positiven ökologischen und sozialen Auswirkungen anzubieten.

Bei der KION Group wird dieses Bestreben im Rahmen des ESG-Lieferantenrisikomanagementprozesses vorangetrieben wie im Abschnitt „Konzepte zum Management der Beziehungen zu Lieferanten“ beschrieben.

Konzepte zum Management der Beziehungen zu Lieferanten (G1-1)

Für die etwaige Ermittlung und Untersuchung von Missständen in den Lieferkettenbeziehungen hat die KION Group bereits vor einigen Jahren entsprechend den ESG-Risikomanagementprozess implementiert und ausgebaut.

Um sicherzustellen, dass tatsächliche oder vermutete Compliance-Verstöße anonymisiert gemeldet werden können, existiert bei der KION Group ein standardisierter Whistleblowing-Prozess. Dieser wird in dem Kapitel „Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die eigene Belegschaft Bedenken äußern kann“ näher beschrieben. 

ESG-Risikomanagementstandard für Lieferanten*

Um eine Bewertung der tatsächlichen und potenziellen wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette und die Verhinderung, Minimierung und Behebung tatsächlicher oder potenzieller negativer Auswirkungen zu gewährleisten, hat die KION Group einen dreistufigen Prozess zur Bewertung des Lieferantenrisikos in Bezug auf Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Environmental, Social, Governance – ESG) eingerichtet. Dieser ist im sogenannten ESG-Risikomanagementstandard der KION Group beschrieben.

Jeder Lieferant in einer direkten Geschäftsbeziehung mit einer Konzerngesellschaft der KION Group (Tier-1) ist über den ESG-Lieferantenrisikomanagementprozess zu beurteilen und zu bewerten. Bei dem Verfahren werden Lieferanten hinsichtlich ihrer Risiken und Bemühungen zur Einhaltung und Erreichung bestimmter arbeitsrechtlicher, sozialer, ethischer und umweltrechtlicher Standards bewertet. Konkret bezieht sich der ESG-Risikomanagementstandard beispielsweise auf Arbeitsschutz und -sicherheit, Anti-Korruption und Anti-Bestechung, produktbezogenen Umweltschutz, Überwachung der vorgelagerten Lieferkette sowie vor allem auf die Einhaltung grundlegender Menschenrechts- und Arbeitsrechts- sowie Beschäftigungsstandards, die auch Fragen zu Kinder- und Zwangsarbeit beinhalten. Der Prozess wird fortlaufend durchgeführt und Neulieferanten werden kontinuierlich mit in den Prozess aufgenommen.

Auf der ersten Stufe des dreistufigen ESG-Lieferantenrisikomanagementprozesses steht die ESG-Lieferantenrisikobewertung. Dabei erfolgt zunächst ein globales Risiko-Mapping auf Basis des Herkunftslandes, der Branche und des Warenrisikos der Lieferanten. Darüber hinaus erfolgt eine zusätzliche individuelle Risikobewertung, die von den Dienstleistern IntegrityNext und EcoVadis durchgeführt wird, sofern ein Lieferant im Zuge des globalen Risiko-Mappings als hochrisikobehaftet eingestuft oder wenn er von der KION Group spezifisch dafür ausgewählt wurde. Im Ergebnis kann die KION Group ein individuelles ESG-Risiko für jeden Lieferanten ausweisen. So können die Lieferanten systematisch in eine der folgenden drei Kategorien eingeordnet werden: „geringe ESG-Risiken“, „mögliche ESG-Risiken bis zu einem gewissen Grad“ oder „hohe ESG-Risiken“. Dieses Ergebnis wird den Einkäufern über ein „ESG Dashboard“ zur Verfügung gestellt.

Die zweite Stufe des Prozesses beinhaltet die ESG-Lieferantenrisikoanalyse. In dieser Phase nimmt die KION Group eine Gewichtung und Priorisierung der Lieferantenrisiken vor, die während der ersten Stufe identifiziert wurden. Berücksichtigt werden dabei sowohl die Schwere und Eintrittswahrscheinlichkeit der potenziellen negativen Auswirkungen der identifizierten Risiken als auch die Bedeutung des Lieferanten für den Geschäftsbetrieb der KION Group sowie mögliche alternative Beschaffungsquellen für die jeweiligen Produkte. Diese Priorisierung ermöglicht es der KION Group, gezielt dort mit Korrekturmaßnahmen anzusetzen, wo ein Eintreten des Risikos besonders schwerwiegende Auswirkungen hätte.

Aus diesem Ergebnis der ESG-Lieferantenrisikoanalyse wird abgeleitet, ob und in welcher Form und Reihenfolge in der dritten Stufe des Prozesses Verbesserungsmaßnahmen ergriffen werden. Diese Maßnahmen sind in der Leitlinie für Korrekturmaßnahmen definiert und umfassen unter anderem Korrekturmaßnahmenpläne, weitere dokumentenbasierte Analysen, Einzelgespräche mit den Lieferanten, Lieferantenschulungen und Audits. Die Auswahl der Maßnahmen erfolgt in Abstimmung mit den Lieferanten und ist von deren individuellem Kenntnisstand und der Risikobewertung abhängig.

Sollte ein Lieferant beim ESG-Lieferantenrisikomanagementprozess nicht kooperieren, indem er sich zum Beispiel weigert, Informationen bereitzustellen, Auditinitiativen verhindert oder einvernehmlich vereinbarten Korrekturmaßnahmenplänen nicht nachkommt, wird der Eskalationsprozess gemäß den dafür bestehenden Vorgaben der KION Group eingeleitet. Die Nichteinhaltung kann zu unterschiedlichen Folgen für den Lieferanten führen. Die KION Group räumt sich letztlich das Recht ein, die Geschäftsbeziehung zu beenden, womit sich der Lieferant gemäß den Grundsätzen des Lieferantenverhaltens einverstanden erklärt.

Für die Ausführung, Einhaltung, Qualität und Effektivität des ESG-Risikomanagementprozesses ist das globale Supplier Sustainability Team als Teil der Einkaufsorganisation verantwortlich. Das Team leitet die entsprechenden Prozesse zu Beginn eines jeden Jahres ein und startet den Korrekturmaßnahmenprozess formell jeweils im dritten Quartal. Unterjährig werden Korrekturmaßnahmen auf Anfrage von Lieferanten und Mitarbeitern im Einkauf durchgeführt. Korrekturmaßnahmen können zu einer Veränderung des ESG-Risikos eines Lieferanten führen, die Änderung wird entsprechend über das ESG-Dashboard an die Einkäufer kommuniziert. Diese berücksichtigen das ESG-Risiko in alltäglichen Prozessen wie den Vergabeentscheidungen, der Lieferantenbewertung oder Materialgruppenstrategien. Die Einbindung des ESG-Risikos in die Einkaufspraktiken wird im Abschnitt „Maßnahmen zum Management der Beziehungen zu Lieferanten“ näher beschrieben.

Neben der jährlichen Überprüfung und Aktualisierung des ESG-Lieferantenrisikos wird die Risikobewertung anlassbezogen durchgeführt, unter anderem für potenzielle Neulieferanten. Bei Bedarf oder Kenntnis einer möglichen Verletzung von Schutzrechten können ebenso Tier-N-Lieferanten mit in die Risikobewertung einbezogen werden.

Der ESG-Risikomanagementstandard für Lieferanten ist intern über das Intranet der KION Group verfügbar. Um das Verständnis und die Einhaltung zu erleichtern, wurde der Prozess auch über gezielte E-Mails und Schulungen für Mitarbeiter des Einkaufs kommuniziert.

* Nicht Bestandteil der Prüfung durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin; Risikobewertungen von EcoVadis und IntegrityNext

Management der Beziehungen zu Lieferanten (G1-2)

Als integraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie nehmen Lieferketten und Beziehungen zu den Lieferanten eine Schlüsselrolle in der Unternehmensführung ein.

Die KION Group bezieht Rohstoffe, Waren und Dienstleistungen von Lieferanten aus verschiedenen Teilen der Welt. Die verantwortungsvolle Auswahl und Bewertung von Lieferanten ist nicht nur aufgrund rechtlicher Anforderungen ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells der KION Group, sondern fördert auch nachhaltige Praktiken innerhalb der gesamten Lieferkette. Durch die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsthemen auf Basis des zuvor beschriebenen ESG-Lieferantenrisikomanagementprozesses trägt dieser Ansatz potenziell zu einer nachhaltigeren Lieferkette bei und ermutigt Lieferanten, aktiv an nachhaltigen Aktivitäten zu arbeiten. Die Ergebnisse der ESG-Lieferantenbewertung fließen in das Lieferantenperformance-Risiko ein und haben Einfluss auf den jeweiligen Lieferanten-Performance-Score. Somit wird der Lieferant kontinuierlich dazu motiviert, seine ESG-Risikobewertung zu verbessern oder auf demselben Niveau zu bleiben. Ein guter ESG-Lieferantenrisikoscore hat nicht nur einen positiven Einfluss auf die Gesamtbewertung der Lieferantenleistung, sondern wirkt sich umgekehrt auch positiv auf die zukünftige Geschäftsbeziehung und Auftragsvergabe aus. 

Maßnahmen zum Management der Beziehungen zu Lieferanten (G1-2)

Auch im Berichtsjahr hat die KION Group weitere Maßnahmen ergriffen, um ESG-Kriterien verstärkt in die Einkaufspraktiken zu integrieren, insbesondere mit Blick auf die vorgelagerte Wertschöpfungskette. Es wurden im Vorjahr bereits Schritte unternommen, die ESG-Kriterien sowohl in den Prozess des Global Supplier Awarding Committee (GSAC) als auch in die „Supplier Performance Scorecard“ aufzunehmen. In beiden Fällen wird der ESG-Lieferantenrisikoscore herangezogen, der durch den zuvor beschriebenen ESG-Lieferantenrisikomanagementprozess ermittelt wird.

Das GSAC besteht aus einem funktionsübergreifenden Team und entscheidet in einem internen Prozess darüber, welche Lieferanten in der engeren Auswahl zur Vergabeentscheidung vorgestellt werden. Über eine eingeführte Lieferanten-Scorecard wird die Lieferantenleistung bewertet und die Zusammenarbeit mit den Lieferanten gefördert. Dabei werden sechs Bereiche der Lieferantenleistung beurteilt, unter anderem auch der Aspekt der Nachhaltigkeit. Der ESG-Lieferantenrisikoscore als Teil der Nachhaltigkeitsbewertung wird ermittelt und fließt mit einem Anteil von 15 Prozent in den Lieferanten-Performance-Score ein. Dies hat eine direkte Auswirkung auf die jeweilige Lieferantenbeziehung. 

Ziele zum Management der Beziehungen zu Lieferanten

Wie bereits dargelegt, hat die KION Group im Vorjahr ein neues Ziel im Handlungsfeld „Supply Chain“ der Nachhaltigkeitsstrategie formuliert. Die KION Group ist bestrebt, den Anteil der jährlichen weltweiten Ausgaben für Lieferungen von produktionsrelevanten Direktlieferanten (A-Lieferanten) mit einem geringen ESG-Risiko stetig zu steigern. Details sind den Kapiteln „Strategieziele und Zielerreichung im Geschäftsjahr 2025“ sowie „Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen“ zu entnehmen.

Die Kontextinformationen zu der Kennzahl sind dem Kapitel „Kennzahlen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette“ zu entnehmen.

Konzept zur Bekämpfung von Bestechung und Korruption

Im Rahmen eines Compliance-Management-Systems verfolgt die KION Group die konsequente Einhaltung von Gesetzen, Richtlinien und freiwilligen Kodizes im Konzern. Die Gesamtverantwortung für das konzernweite Compliance-Management-System der KION Group liegt beim Vorstand. Organisatorisch ist das Ressort Compliance beim Chief Executive Officer der KION GROUP AG angesiedelt.

Der KION Group Code of Compliance (KGCC) bildet die Grundlage des Compliance-Management-Systems und wird ergänzt durch weitere konzernweite Regelungen zu verschiedenen Sachthemen, die das gesamte Tätigkeitsspektrum der KION Group abdecken. Der KGCC gilt für alle Beschäftigten der KION Group als verbindliches Rahmenwerk. Er enthält Vorgaben zum richtigen und angemessenen Umgang mit Kollegen, Kunden, Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit. Alle neuen Beschäftigten der KION Group sind verpflichtet, einen E-Learning-Kurs zu absolvieren, der alle Aspekte des KGCC abdeckt. Neben dem KGCC-E-Learning stehen weitere verpflichtende Online-Kurse zu spezifischen Compliance-Themen wie Antikorruption, Geldwäsche, Interessenkonflikte und Kartellrecht zur Verfügung. Diese Schulungen sind teilweise einmal, teilweise in regelmäßigen Intervallen (ein- bis zweimal jährlich) zu absolvieren. Personen mit regelmäßigem Kunden- oder Geschäftspartnerkontakt unterliegen einem höheren Korruptionsrisiko. Für diese Risikogruppen sind zusätzlich Präsenztrainings mindestens alle zwei Jahre vorgeschrieben.

Die KION Group unterstützt ausdrücklich den Kampf gegen jede Form von Bestechung und Korruption. Zu diesem Zweck verfolgt sie einen Vorbeugen-Erkennen-Reagieren-Ansatz, dessen dauerhaftes Ziel es ist, Fehlverhalten vorzubeugen, erfolgtes Fehlverhalten aufzudecken und entsprechende Gegenmaßnahmen zeitnah einzuleiten. Neben den Verhaltens- und Korruptionsvermeidungsregeln des KGCC finden sich weitere detaillierte Vorgaben in themenspezifischen Richtlinien. Dazu zählen zum Beispiel die KION Group Antibestechungs- und -korruptionsrichtlinie, die KION Group Richtlinie zur Vermeidung von Interessenkonflikten und die KION Group Spenden- und Sponsoringrichtlinie. Diese sieht unter anderem vor, dass jede Spende und jede Sponsoringaktivität im Vorfeld von der Compliance-Abteilung geprüft und genehmigt werden muss.

Tatsächliche und vermutete Compliance-Verstöße können rund um die Uhr persönlich, telefonisch, postalisch, per E-Mail oder anonym über Hotline und Onlineformular an das Hinweisgebersystem der KION Group gemeldet werden. Weitere Informationen dazu finden sich in den Kapiteln „Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die eigene Belegschaft Bedenken äußern kann“ sowie „Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Bedenken äußern können“.

Das Compliance-Management-System der KION Group wird kontinuierlich bei Bedarf hinsichtlich seiner Wirksamkeit weiterentwickelt. Es ist nach dem Vorbild des Prüfungsstandards 980 des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW PS 980) aufgebaut, dessen Fokus auf der Vermeidung von Compliance-Verstößen liegt. Im Rahmen seiner regulären Prüfungen sowie durch Ad-hoc-Audits prüft die Konzernrevision die Einhaltung der Compliance-Vorgaben in der KION GROUP AG und ihren Konzerngesellschaften.

Bestechungs- und Korruptionsrisiken werden in einem jährlichen Turnus im Zuge einer systematischen Compliance-Risiko-Analyse im gesamten Konzern erfasst und bewertet, was auch die KION GROUP AG mit einschließt. Geldwäscherisiken, Risiken bezüglich Verstößen gegen steuerrechtliche Bestimmungen und Cybersicherheitsvorgaben sowie Verletzungen von Menschenrechten werden dabei ebenfalls bewertet. Fortlaufend aufkommende nichtfinanzielle Risiken werden erhoben, bewertet und gesteuert. Anschließend werden angemessene Maßnahmen ermittelt, um Schwächen in Prozessen und Kontrollmechanismen zu eliminieren. Korruption und Bestechung sind für die KION Group bislang von untergeordneter Bedeutung. Dennoch liegt ein besonderes Augenmerk auf der Prävention möglicher Verstöße, insbesondere in den Einkaufs- und Vertriebsfunktionen.

Bei der Risikobetrachtung spielen die Ausprägung des Korruptionswahrnehmungsindex für das jeweilige Land, die Größe und Struktur der Einkaufs- oder Vertriebsorganisation vor Ort sowie die Kontakte zu Amtsträgern eine wesentliche Rolle. Bei der Risikoanalyse für das Geschäftsjahr 2025 wurden mit den Schwerpunkten Korruption und Bestechung keine Vorfälle oder Risiken festgestellt, die gemäß den intern festgelegten Schwellenwerten als wesentlich einzustufen wären.

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