Ergebnis­entwicklung und Rentabilität

EBIT und EBITDA

KION erzielte in den ersten neun Monaten 2026 ein Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) in Höhe von 570,9 Mio. €. Der Vorjahreswert von 325,0 Mio. € war deutlich belastet durch die Einmal- und Sondereffekte, die im Zusammenhang mit dem Effizienzprogramm zur Stärkung der langfristigen Investitions- und Wettbewerbsfähigkeit anfielen. Diese hatten sich wesentlich auf die Umsatzkosten und die sonstigen Funktionskosten ausgewirkt.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz erhöhte sich dementsprechend gegenüber dem Vorjahr von 2.040,8 Mio. € auf 2.143,9 Mio. €. Gleichzeitig normalisierten sich die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten sowie die Forschungs- und Entwicklungskosten und gingen im Berichtszeitraum deutlich um 7,4 Prozent bzw. 16,2 Prozent zurück.

Die Position „Sonstige“ betrug insgesamt 17,8 Mio. € (Vorjahr: 22,2 Mio. €). Darin enthalten waren Erträge und Aufwendungen aus Fremdwährungskursdifferenzen, die sich per Saldo deutlich negativ im Vergleich zum Vorjahr auswirkten. Daneben umfasste die Position insbesondere das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen sowie Erträge aus der in diesem Berichtszeitraum erfolgten Veräußerung einzelner, für den Konzern nicht wesentlicher Unternehmensbeteiligungen.

(Verkürzte) Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio. €

 

Q3
2026

 

Q3
2025

 

Verän-
derung

 

Q1 – Q3
2026

 

Q1 – Q3
2025

 

Verän-
derung

Umsatzerlöse

 

2.834,7

 

2.704,0

 

4,8 %

 

8.522,0

 

8.200,4

 

3,9 %

Umsatzkosten1

 

−2.130,2

 

−2.029,4

 

−5,0 %

 

−6.378,0

 

−6.159,6

 

−3,5 %

Bruttoergebnis vom Umsatz1

 

704,4

 

674,7

 

4,4 %

 

2.143,9

 

2.040,8

 

5,1 %

Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten1

 

−466,4

 

−424,6

 

−9,8 %

 

−1.420,3

 

−1.534,4

 

7,4 %

Forschungs- und Entwicklungskosten

 

−58,7

 

−60,7

 

3,3 %

 

−170,5

 

−203,6

 

16,2 %

Sonstige

 

4,9

 

−11,6

 

> 100,0 %

 

17,8

 

22,2

 

−19,9 %

Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT)

 

184,2

 

177,7

 

3,7 %

 

570,9

 

325,0

 

75,7 %

Finanzergebnis

 

−34,4

 

−35,6

 

3,5 %

 

−103,7

 

−111,0

 

6,6 %

Ergebnis vor Ertragsteuern

 

149,8

 

142,1

 

5,4 %

 

467,2

 

213,9

 

> 100,0 %

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

 

−48,3

 

−22,9

 

< −100,0 %

 

−158,1

 

−46,8

 

< −100,0 %

Konzernergebnis

 

101,6

 

119,2

 

−14,8 %

 

309,1

 

167,1

 

85,0 %

1

Mit Wirkung zum 01.01.2026 wurden die Kriterien für die Kostenzuordnung zu den Funktionsbereichen geändert. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreswerte entsprechend angepasst

Insgesamt waren in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns Einmal- und Sondereffekte in Höhe von 1,6 Mio. € (Vorjahr: –185,2 Mio. €) sowie Effekte aus Kaufpreisallokationen in Höhe von –63,2 Mio. € (Vorjahr: –65,2 Mio. €) erfasst. Die auf das Effizienzprogramm entfallenden Einmal- und Sondereffekte beliefen sich in den ersten neun Monaten des Vorjahres auf 160,8 Mio. €, während im laufenden Geschäftsjahr nachträgliche Aufwendungen in Höhe von 5,4 Mio. € anfielen.

Das um Einmal- und Sondereffekte sowie um Effekte aus Kaufpreisallokationen bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT bereinigt) des Konzerns stieg in den ersten neun Monaten 2026 um 9,9 Prozent auf 632,5 Mio. € (Vorjahr: 575,4 Mio. €). Die EBIT-Marge bereinigt verbesserte sich von 7,0 Prozent auf 7,4 Prozent. Maßgeblicher Treiber der Ergebnisverbesserung war die deutliche Steigerung des Ergebnisbeitrags im Segment Intelligent Automation Solutions, die die verhaltene Ergebnisentwicklung im Segment Industrial Trucks & Services kompensierte. Darüber hinaus trugen die zunehmend wirksam werdenden Einsparungen aus dem Effizienzprogramm sowie die aktienkursbedingt niedrigere Bewertung der langfristigen variablen Mitarbeitervergütung zum Ergebnisanstieg im Konzern bei.

EBIT

in Mio. €

 

Q3
2026

 

Q3
2025

 

Verän-
derung

 

Q1 – Q3
2026

 

Q1 – Q3
2025

 

Verän-
derung

EBIT

 

184,2

 

177,7

 

3,7 %

 

570,9

 

325,0

 

75,7 %

Bereinigung nach Funktionskosten:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

+ Umsatzkosten

 

9,5

 

10,9

 

−13,6 %

 

26,8

 

63,8

 

−58,0 %

+ Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten

 

15,3

 

−20,3

 

> 100,0 %

 

48,6

 

149,3

 

−67,4 %

+ Forschungs- und Entwicklungskosten

 

0,9

 

1,2

 

−26,6 %

 

0,9

 

16,6

 

−94,7 %

+ Sonstige

 

−6,9

 

20,9

 

< −100,0 %

 

−14,7

 

20,7

 

< −100,0 %

EBIT bereinigt

 

202,9

 

190,5

 

6,5 %

 

632,5

 

575,4

 

9,9 %

bereinigt um Einmal- und Sondereffekte

 

−2,4

 

−8,4

 

71,1 %

 

−1,6

 

185,2

 

< −100,0 %

bereinigt um Effekte aus Kaufpreisallokationen

 

21,1

 

21,1

 

–0,0 %

 

63,2

 

65,2

 

−3,1 %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

EBIT-Marge

 

6,5 %

 

6,6 %

 

–

 

6,7 %

 

4,0 %

 

–

EBIT-Marge bereinigt

 

7,2 %

 

7,0 %

 

–

 

7,4 %

 

7,0 %

 

–

Das EBITDA des Konzerns stieg in den ersten neun Monaten 2026 auf 1.461,5 Mio. € (Vorjahr: 1.198,7 Mio. €). Der deutlich niedrigere Vorjahreswert war insbesondere auf die Einmal- und Sondereffekte aus dem Effizienzprogramm zurückzuführen. Das EBITDA bereinigt erhöhte sich auf 1.459,6 Mio. € (Vorjahr: 1.372,1 Mio. €). Dies entsprach einer EBITDA-Marge bereinigt in Höhe von 17,1 Prozent (Vorjahr: 16,7 Prozent).

EBITDA

in Mio. €

 

Q3
2026

 

Q3
2025

 

Verän-
derung

 

Q1 – Q3
2026

 

Q1 – Q3
2025

 

Verän-
derung

EBITDA

 

492,1

 

479,9

 

2,5 %

 

1.461,5

 

1.198,7

 

21,9 %

Bereinigung nach Funktionskosten:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

+ Umsatzkosten

 

0,9

 

−2,1

 

> 100,0 %

 

1,0

 

34,3

 

−97,0 %

+ Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten

 

2,7

 

−31,5

 

> 100,0 %

 

11,2

 

114,0

 

−90,2 %

+ Forschungs- und Entwicklungskosten

 

0,9

 

1,1

 

−17,6 %

 

0,9

 

16,3

 

−94,5 %

+ Sonstige

 

−6,9

 

9,1

 

< −100,0 %

 

−15,1

 

8,8

 

< −100,0 %

EBITDA bereinigt

 

489,7

 

456,3

 

7,3 %

 

1.459,6

 

1.372,1

 

6,4 %

bereinigt um Einmal- und Sondereffekte

 

−2,4

 

−23,6

 

89,7 %

 

−2,0

 

173,4

 

< −100,0 %

bereinigt um Effekte aus Kaufpreisallokationen

 

–

 

–

 

–

 

–

 

–

 

–

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

EBITDA-Marge

 

17,4 %

 

17,7 %

 

–

 

17,2 %

 

14,6 %

 

–

EBITDA-Marge bereinigt

 

17,3 %

 

16,9 %

 

–

 

17,1 %

 

16,7 %

 

–

ROCE

Die Rendite des eingesetzten Kapitals (Return on Capital Employed – ROCE), definiert als Verhältnis von EBIT bereinigt zum eingesetzten Kapital, lag zum Ende des dritten Quartals 2026 mit 8,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahres (8,0 Prozent). Ursächlich hierfür war das gestiegene EBIT bereinigt auf Basis der letzten zwölf Monate.

Rendite des eingesetzten Kapitals (ROCE)

in Mio. €

 

30.09.2026

 

30.09.2025

EBIT bereinigt für die letzten zwölf Monate

 

845,6

 

825,9

Durchschnittlich eingesetztes Kapital der letzten fünf Quartalsstichtage1

 

10.275,5

 

10.332,7

 

 

 

 

 

Rendite des eingesetzten Kapitals (ROCE)

 

8,2 %

 

8,0 %

1

Das durchschnittlich eingesetzte Kapital besteht aus dem Net Working Capital sowie den Bilanzposten „Geschäfts- oder Firmenwerte“, „Sonstige immaterielle Vermögenswerte“, „Leasingvermögen“, „Mietvermögen“, „Sonstige Sachanlagen“, „Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen“ abzüglich „Sonstiger Rückstellungen“ und „Sonstiger Verbindlichkeiten“

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis als Saldo der Finanzerträge und -aufwendungen belief sich in den ersten neun Monaten 2026 auf –103,7 Mio. € (Vorjahr: –111,0 Mio. €). Wesentliche Veränderungen betrafen unter anderem die Zinsaufwendungen aus Finanzschulden, die durch das gestiegene Zinsniveau mit –44,4 Mio. € leicht über dem Vorjahreswert von –42,8 Mio. € lagen. Das Nettozinsergebnis aus dem Leasing- und Kurzfristmietgeschäft verbesserte sich deutlich auf –13,3 Mio. € (Vorjahr: –33,7 Mio. €), während die zu Sicherungszwecken für das Leasinggeschäft eingesetzten Zinsderivate zu realisierten Netto-Zinsaufwendungen von –3,1 Mio. € (Vorjahr: Netto-Zinserträge von 6,3 Mio. €) führten. Erträge und Aufwendungen aus Fremdwährungskursdifferenzen schlugen im Finanzergebnis mit netto –4,5 Mio. € (Vorjahr: –2,0 Mio. €) zu Buche.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die in den ersten neun Monaten 2026 angefallenen Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrugen –158,1 Mio. €. Der im Vergleich dazu deutlich geringere Vorjahreswert (–46,8 Mio. €) war insbesondere auf das niedrigere Vorsteuerergebnis zurückzuführen. Darüber hinaus waren im dritten Quartal 2025 latente Steuererträge (saldiert 38,1 Mio. €) erfasst worden, die aus der seinerzeit verabschiedeten, ab dem Jahr 2028 wirksamen schrittweisen Senkung des deutschen Körperschaftsteuersatzes resultierten. Die effektive Steuerquote des Konzerns belief sich im Berichtszeitraum auf 33,8 Prozent (Vorjahr: 21,9 Prozent).

Konzernergebnis

Das Konzernergebnis belief sich in den ersten neun Monaten 2026 auf 309,1 Mio. € und lag somit deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahres (167,1 Mio. €), der durch die Einmal- und Sondereffekte aus dem Effizienzprogramm erheblich belastet war. Basierend auf einer durchschnittlich gewichteten Aktienanzahl von 131,1 Mio. Stückaktien (Vorjahr: 131,1 Mio. Stückaktien) erhöhte sich das auf die Aktionäre der KION GROUP AG entfallende unverwässerte Ergebnis je Aktie auf 2,30 € (Vorjahr: 1,23 €).

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